In erster Linie will das RM mit Projekten Investitionen erzielen und Fördermittel gewinnen. Ein zweiter wichtiger Baustein ist die Sensibilisierungsarbeit. Hier geht es darum, neue - auch schwierige - Themen in die Region zu bringen. Darüber hinaus gilt es, auch weiteres ehrenamtliches Engagement zu aktivieren.
Die eigentliche Projektarbeit ist an die sog. „Projektteams" gebunden und wird dort von den beteiligten Bürgerinnen und Bürgern, Institutionen und Unternehmen geleistet, sodass keine „unsichtbaren" Arbeitsschritte entstehen. Die Beratung übernimmt die unterstützende und aktivierende Rolle.
Die Grenze der Möglichkeiten der „Plattform Regionalmanagement" liegt dann naturgemäß bei der tatsächlichen Umsetzung (Bauliche Maßnahme, Durchführung einer Aktion, etc.). Diese liegt nach der ausreichenden „Umsetzungsvorbereitung" in der Hand des jeweiligen Projekt-Verantwortlichen (Träger, Investor, Beauftragter, ...).
Wann ist ein Projekt ein Projekt und wann nicht?
Was wir im Regionalmanagement nicht wollen, ist Projektideen zu bearbeiten, die sich aus unterschiedlichen Gründen letztlich gar nicht umsetzen lassen. Wichtige Voraussetzungen für ein umsetzbares Projekt sind:
(a) verantwortliche /tragende Akteure sind vorhanden
(b) das Projektentspricht den Regionalen Entwicklungszielen
(c) das Projektist in der Region / im Regionalmanagement auch tatsächlich umsetzbar (keine RM-Projekte sind: Vorhaben, die originären Verfahren zufallen, zu denen das RMa ufgrund unveränderlicher Rahmenbedingungen nichts beitragen kann)
(d) die Finanzierbarkeit ist gegeben oder zumindest erkennbar
Diesen Anforderungen sollen sich alle Projekte stellen. Dies gilt für die Leitprojekte aus dem ILEK genauso wie für die weiteren und auch neue Projektideen.
Wer kann mitmachen?
Die Umsetzung der Projekte reduziert den Kreis der Beteiligten gegenüber dem ILEK auf die tatsächlich „mitmachenden" Akteure. Dies sind vor allem Bürgerinnen und Bürger, die Ihr Engagement in eine bestimmte Initiative investieren wollen sowie „Geschäftspartner" aus Wirtschaft und Verwaltungs- und Fachinstitutionen.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger haben jederzeit die Möglichkeit, sich aktiv in den Prozess einzubringen. Die Projektteams, das Beratungsteam sowie die in den Verbandsgemeinden Maifeld und Pellenz für die Umsetzung des RM zuständigen Mitarbeiter sind hierfür offen und stehen beratend zur Verfügung.
Projektfelder und Projektteams
Im Regionalmanagement Maifeld-Pellenz wurden 7 Leitprojekte erarbeitet und konkretisiert. Diese fließen in die sog. „Projektfelder" ein. Um die fortlaufende Projekt-Entwicklung „in Gang zu halten" sind regelmäßige Treffen in den „Projektteams" notwendig und sinnvoll.
Jedes Projektfeld ist mit einem Projektteam besetzt, das mit einer Anzahl von ca. 4 bis 15 Personen (kann natürlich variieren) die einzelnen Maßnahmen - unterstützt von der Beratung - durchführt. In den Projektteams schließen sich die Beteiligten Akteure kurz, erhalten Informationen und geben diese weiter. Hier werden die einzelnen Maßnahmen besprochen und koordiniert. Das Projektteam ist auch „Anlaufstelle" für neue Ideen.
Als „Arbeitsrhythmus" empfehlen sich ca. 3 Treffen pro Jahr. Die eigentliche Arbeit muss dann auch „zwischen" den Projektteam-Treffen erfolgen.
Die frühzeitige Auswahl eines „Sprechers" pro Projektteam hat sich als sinnvoll erwiesen. Dem Sprecher kommt die Aufgabe zu, in unregelmäßigen Abständen im Vorstand des Regionalmanagements über den Stand der Arbeiten zu berichten. Seine Auswahl sollte sich daran orientieren, wer das stärkste originäre Interesse an der Umsetzung hat. Die Aufgaben der Beratung sind die Koordinierung der Projekte und Initiativen im und mit dem Projektteam, die Zielformulierung und Ergebnissicherung, die Umsetzungsunterstützung und natürlich die Dokumentation aller Arbeiten.
Zu den Projektteams
Projekte
Neben der Informations- und Sensibilisierungsarbeit ist die Entwicklung und Umsetzungsvorbereitung von Projekten die Haupt-Tätigkeit des Regionalmanagements. Diese können völlig unterschiedlicher Natur sein. Ein Projekt kann ebenso einen bauliche Maßnahme wie die Durchführung einer Messeveranstaltung, ein installiertes Informations-Management oder eine abgeschlossene Vereinbarung sein.
Wichtig ist: Jedes Projekt braucht einen verantwortlichen „Träger", der die Finanzierung bzw. die zur Durchführung nötigen Arbeitsressourcen sichert.
Zu jedem Projekt wird eine Projektskizze angelegt. In ihr sind die wichtigsten Eckpunkte zum Projekt festgehalten und werden fortlaufend aktualisiert.
Zu den Projekten
Der Vorstand
Das koordinierende Gremium im Regionalmanagement ist der Vorstand, in ihm sind vertreten:
BMin Anette Moesta
(bis 30. Sept. 09)
BM Maximilian Mumm
(ab 1. Okt. 09)
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VG Maifeld
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BM Klaus Bell
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VG Pellenz
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Helmut Führ
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VG Maifeld
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Bernd Schemmer
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VG Pellenz
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Herbert Kommer
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Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum
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Olaf Maier
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Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion
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Matthias Hörsch
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Landwirtschaftskammer
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Bertram Weirich
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Industrie- und Handelskammer
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Christel Zimmermann
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LandFrauen
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Sven Lachmann
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Institut für Regionalmanagement
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Regionalentwicklung in Rheinland-Pfalz
Der Ländliche Raum bildet in der Bundesrepublik Deutschlandund in Rheinland-Pfalz einen Wirtschafts- Kultur- und Lebensraum von hoher Bedeutung. In Zeiten globalisierter Wirtschaftskreisläufe darf nicht übersehen werden, dass ein wesentlicher Teil der Bevölkerung in ländlichen Räumen lebt und arbeitet.
Der ländliche Raum ist ein historisch gewachsener Kulturraum. Er repräsentiert für die Menschen Heimat und stiftet mit seinen spezifischen Landschaften und regionalen Kulturen (Mentalität, Brauchtum, Sprache) Verwurzelung und Identität für die Bürgerinnen und Bürger.
Bund und Länder haben im Rahmenplan Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" für den Zeitraum 2007-2013 die Fördergrundsätze zur ländlichen Entwicklung beschlossen. Der Fördergrundsatz „Integrierte ländliche Entwicklung" (ILE) nimmt die Förderung von Regionalmanagement und ländlichen Entwicklungskonzepten auf.
Die Integrierte Ländliche Entwicklung zielt insgesamt auf die Sicherung und Erhöhung regionaler Wertschöpfungen (Einkommen für Unternehmen und private Haushalte, Einnahmen öffentlicher Haushalte, Wettbewerbsfähigkeit der Region als Wirtschafts-, Freizeit- und Wohnstandort) ab. Die ILE bezieht dazu alle Themenfelder ein, die regionale Wertschöpfungen mittelbar und unmittelbar voranbringen. Neben der Land- und Forstwirtschaft und den Fragen der Flächennutzung werden Handel, Gewerbe, Dienstleistungen und Handwerk sowie Themen des Sozial- und Kulturbereichs und der Jugendarbeit betrachtet. Auch die Chancengleichheit für Frauen und Männer in den Regionen wird einbezogen.
Die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) basiert instrumentell auf drei aufeinander abgestimmten Säulen:
- IntegrierteLändliche Entwicklungskonzepte (ILEK)
- ILE-Regionalmanagement(ILE-RM)
- Förderunginvestiver Maßnahmen
Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept (ILEK)
Das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK) sichert die strategisch-planerische Grundlage für erfolgreiche Entwicklungsprozesse in den Regionen. Mit externer Regionalberatung erarbeiten die Akteure und Akteurinnen der Region konzeptionelle Grundlagen für die wirksame Weiterentwicklung der Region.
ILE-Regionalmanagement (ILE-RM)
Beim ILE-RM steht die praktische Umsetzung der Projekte, die in ILEKs vorbereitet wurden, im Vordergrund. Der Landesregierung ist es wichtig, dass mit dem ILE-Regionalmanagement praktische und ergebnisorientierte Aktionen in den Regionen angestoßen und erreicht werden.
Besonders den kommunalen Gebietskörperschaften im ländlichen Raum kommt in der ILE eine hohe Bedeutung zu. Außerdem sind es die „unmittelbaren" regionalwirtschaftlichen Akteure und Akteurinnen, die Unternehmen aus Handwerk, Gewerbe, Handel und Dienstleistung mit ihren entsprechenden Verbänden, die ihre Anforderungen und Erfahrungen einbringen müssen. Sie sind es letztlich, die Arbeitsplätze im ländlichen Raum unmittelbar schaffen und sichern.
Zahlreiche Institutionen bieten Informationen zur Regionalentwicklung, eine Auswahl finden Sie hier